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Unterirdische Stadtführung
Das Motto „UNTER WANDERN“, eine ereignisreiche Zeitreise, unterstützten die Mitarbeiter des Kasseler Entwässerungsbetriebs tatkräftig. Eine Veranstaltung ganz besonderer Art sollte den Teilnehmern die Stadt unter der Stadt nahe bringen. Gezeigt wurden historische und neuzeitliche Orte im Verborgenen wie Bier- und Weinlagerkeller, Festungs- und Luftschutzanlagen, Unterführungen, Abwasserkanäle und ein Regenüberlaufbecken.

Die Mitarbeiter aus dem Sachgebiet KEB 33-Kanalbetrieb, Herr Bauer, Herr Herwig, Herr Hübscher, Herr Rangk, Herr Schöttner und Herr Wiederer, führten am Wochenende des 09., 10. und 11.06.06 mehr als 100 interessierte Bürger durch einen Teil des öffentlichen Abwassernetzes der Stadt Kassel. Gezeigt wurden Abwasserkanäle rund um das Regenrückhaltebecken Hofbleiche, sowie das Trennbauwerk und das Rückhaltebecken selbst.

Gruppen mit 15 bis 20 Personen wurden zu Beginn der Führung von Herrn Schöttner über die Grundlagen der Stadtentwässerung informiert. Wie viele Meter besitzt die Kasseler Kanalisation? Was ist Misch- und was Trennkanalisation? Welche Aufgabe hat ein Rückhaltebecken? usw. Nach einer kurzen theoretischen Unterweisung wurde es erst einmal sehr entspannend. Die komplette Gruppe musste zunächst kanalgerecht eingekleidet werden. Zwanzig Paar Gummistiefel, Schutzjacken, Schutzhelme und Arbeitshandschuhe mussten in der jeweils richtigen Größe ihren Träger finden. So passierte es schon, dass jemand mit Schuhgröße 39 -40 das letzte Paar Stiefel mit der Größe 44 anziehen musste. Also ein Riesenspaß für alle Teilnehmer vor dem „Spaziergang“ durch die Kanalisation.

Ein Erlebnis der besonderen Art, konnten die Teilnehmer durch die "Klanginstallation" von Martin Schüttler erleben. Hierzu wurden im Kanal Lautsprecher versteckt die Ihren Schall in alle Richtungen ausbreiteten. Der Künstler sorgte mit z.T. martialischen Toneffekten wie Maschinengewehrfeuer, Explosionen oder Jagdgeräuschen für ein Spannende Atmosphäre. Für die meisten Teilnehmer war Die Begehung allerdings alles andere als ein Spaziergang. Bei Durchgangshöhen zwischen 1,60 m und 1,20 m auf einer Länge von 250 m zwang es die meisten Spaziergänger wortwörtlich in die Knie.

Im Entengang wurde der Spaziergang dann weitergeführt. Am Ende der Begehung, mit einer Vielzahl an zusätzlich gewonnenen Informationen, war jeder Besucher froh, dass er wieder an der Oberfläche weilen durfte.

Alle Teilnehmer des Kanalspaziergangs äußerten sich positiv über die Exkursion in der Abwasseranlage und beteuerten an einem nochmaligen Angebot teilnehmen zu wollen.

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